Grüppchenbildung im Team wirkt selten sofort dramatisch. Am Anfang sind es gemeinsame Mittagspausen, schnelle Abstimmungen zwischen denselben Personen oder kleine Insider, die andere nicht verstehen. Doch irgendwann merken Sie als Führungskraft: Informationen laufen nicht mehr sauber, Entscheidungen werden vorgeprägt und einzelne Mitarbeitende fühlen sich außen vor.
Dann reicht es nicht, Cliquenbildung einfach als menschlich abzutun. Ja, Nähe entsteht überall dort, wo Menschen zusammenarbeiten. Entscheidend ist, ob daraus Vertrauen, Tempo und gegenseitige Unterstützung entstehen oder ob informelle Macht, Ausschluss und Widerstand wachsen.
Mehr Impulse zu diesem Thema hören Sie in der Folge „Wie gehe ich denn mit Grüppchenbildung um?“ des Cappuccino und Leadership Podcasts.
Das Wichtigste in Kürze
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- Grüppchenbildung im Team ist erst dann ein Führungsproblem, wenn Zusammenarbeit, Fairness, Informationsfluss oder Leistung darunter leiden.
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- Beobachten Sie zuerst konkret: Wer spricht mit wem, wer bleibt außen vor, wo entstehen informelle Entscheidungen?
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- Sorgen Sie für transparente Kommunikation, damit Informationen nicht zum Machtinstrument einzelner Gruppen werden.
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- Sprechen Sie nicht pauschal über „Cliquen“, sondern über beobachtbares Verhalten und dessen Wirkung auf Ergebnisse.
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- Nutzen Sie informelle Beziehungen als Stärke, solange sie Commitment, Wertschätzung und Wirksamkeit im gesamten Team fördern.
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- Greifen Sie konsequent ein, wenn Gruppen andere ausgrenzen, neue Führung unterlaufen oder gemeinsame Ziele blockieren.
Wie erkenne ich, ob Grüppchenbildung im Team wirklich ein Problem ist?
Nicht jede enge Verbindung im Team ist kritisch. Menschen suchen Nähe zu Kolleginnen und Kollegen, mit denen sie ähnliche Themen, Werte oder Arbeitsweisen teilen. Das kann Zusammenarbeit enorm erleichtern. Gerade in stressigen Phasen tragen stabile Beziehungen dazu bei, dass Mitarbeitende einander auffangen, Wissen teilen und sich gegenseitig motivieren.
Ein Problem entsteht, wenn Nähe zur Abgrenzung wird. Dann geht es nicht mehr nur darum, dass drei Personen gern zusammen essen. Dann werden Informationen gezielt zurückgehalten, Entscheidungen vorab im kleinen Kreis getroffen oder neue Kolleginnen und Kollegen bekommen keinen echten Zugang zum Team.
Fragen Sie sich deshalb zuerst: Welches konkrete Problem sehe ich wirklich? Fühle ich mich als Führungskraft nur ausgeschlossen, weil ich nicht mehr Teil jeder informellen Runde bin? Oder gibt es messbare Folgen wie schlechtere Abstimmung, sinkende Qualität, zunehmende Konflikte oder höhere Fluktuation?
Diese Unterscheidung ist besonders wichtig, wenn Sie aus dem Team heraus in Führung gegangen sind. Wer früher Teil einer Gruppe war, erlebt die neue Rolle oft als sozialen Bruch. Mehr dazu, wie Sie diesen Rollenwechsel sauber gestalten, lesen Sie im Artikel vom Kollegen zum Chef.
Wann ist Grüppchenbildung im Team gesund?
Gesunde Grüppchen entstehen dort, wo Vertrauen wächst und trotzdem alle anschlussfähig bleiben. Ein kleines Projektteam darf eng zusammenarbeiten. Kolleginnen dürfen sich gegenseitig unterstützen. Auch informelle Netzwerke sind nicht per se schädlich.
Solche Gruppen werden wertvoll, wenn sie Verantwortung übernehmen, Wissen weitergeben und andere einbeziehen. Dann entsteht im besten Fall eine positive Dynamik: Wer einmal hinterherhängt, wird mitgezogen. Wer neu ist, bekommt schneller Orientierung. Wer unter Druck steht, erlebt Unterstützung aus dem Team.
Das Problem liegt selten in der Beziehung selbst. Es liegt in der Grenze, die dadurch gezogen wird. Wenn eine Gruppe sich selbst stärkt und gleichzeitig das Gesamtteam schwächt, kippt die Dynamik.
Woran merke ich, dass aus Nähe informelle Macht wird?
Achten Sie auf wiederkehrende Muster. Werden Entscheidungen im Meeting scheinbar offen diskutiert, sind aber in Wahrheit vorher schon gesetzt? Gibt es Personen, die selten offiziell führen, aber im Team faktisch den Ton angeben? Werden neue Ideen erst akzeptiert, wenn eine bestimmte Person zustimmt?
Gerade in gewachsenen mittelständischen Unternehmen gibt es häufig Mitarbeitende mit enormer informeller Autorität. Sie kennen die Abläufe, die Historie, die Kunden, die alten Konflikte und die ungeschriebenen Regeln. Diese Personen können für Stabilität sorgen. Sie können aber auch jede Veränderung ausbremsen, wenn sie ihre Stellung bedroht sehen.
Hier hilft keine Machtdemonstration. Wer informelle Macht frontal entwertet, erzeugt meist Widerstand. Besser ist eine klare Analyse: Welche Wirkung hat diese Person auf Zusammenarbeit, Entscheidungen und Stimmung? Wo unterstützt sie das gemeinsame Ziel, wo blockiert sie es?
Wie kläre ich die Ursachen für Grüppchenbildung im Team?
Grüppchenbildung im Team entsteht selten zufällig. Oft ist sie ein Symptom für fehlende Klarheit in der formellen Struktur. Wenn offizielle Kommunikationswege unzuverlässig sind, organisieren Menschen sich informell. Wenn Entscheidungen nicht nachvollziehbar sind, entstehen Hinterzimmer. Wenn Rollen unklar sind, suchen Mitarbeitende Sicherheit in kleinen Bündnissen.
Das bedeutet: Bevor Sie Personen korrigieren, prüfen Sie Ihr System. Haben alle denselben Informationsstand? Sind Zuständigkeiten klar? Gibt es regelmäßige Formate, in denen offene Fragen geklärt werden? Wissen Ihre Mitarbeitenden, nach welchen Kriterien Entscheidungen fallen?
Wenn die Antwort darauf unscharf ist, wird jedes Team eigene Wege finden. Das ist menschlich. Führung beginnt an dieser Stelle damit, wieder Ordnung in Kommunikation, Rollen und Ziele zu bringen.
Welche Rolle spiele ich selbst bei Grüppchenbildung im Team?
Diese Frage ist unbequem, aber notwendig. Führungskräfte fördern Grüppchenbildung manchmal unbewusst. Vielleicht sprechen Sie bestimmte Personen häufiger an, weil sie schnell reagieren. Vielleicht geben Sie Informationen an einzelne weiter, weil Sie wissen, dass diese sich „schon herumsprechen“. Vielleicht holen Sie immer dieselben Meinungsträger vor wichtigen Entscheidungen ab.
Kurzfristig spart das Zeit. Langfristig entsteht ein Machtgefälle. Wer nah an Ihnen ist, hat Informationsvorteile. Wer nicht dazugehört, fühlt sich übergangen oder abgewertet.
Prüfen Sie deshalb Ihre eigenen Routinen. Wer bekommt Informationen zuerst? Wen fragen Sie nach Einschätzungen? Wer bekommt Gestaltungsspielraum? Wer wird übersehen, obwohl er oder sie fachlich relevant wäre?
Wenn Sie hier Muster erkennen, ändern Sie nicht nur Ihr Verhalten im Einzelfall. Verändern Sie die Struktur. Wichtige Informationen gehören in transparente Formate. Relevante Entscheidungen brauchen nachvollziehbare Kriterien. Beteiligung darf nicht davon abhängen, wer zufällig den besten informellen Zugang zur Führungskraft hat.
Wie unterscheide ich Symptom und Ursache?
Ein Team, das ständig in Gruppen zerfällt, sendet ein Signal. Dieses Signal kann lauten: „Wir haben zu wenig gemeinsame Richtung.“ Es kann auch bedeuten: „Wir vertrauen der offiziellen Kommunikation nicht.“ Oder „Wir erleben keine Fairness in Entscheidungen”.
Deshalb sollten Sie nicht vorschnell fragen: Wie löse ich diese Clique auf? Die bessere Frage lautet: Welche Funktion erfüllt diese Gruppe gerade für ihre Mitglieder? Gibt sie Sicherheit? Schutz? Einfluss? Zugehörigkeit? Zugang zu Informationen?
Wenn Sie die Funktion verstehen, erkennen Sie die Führungsaufgabe dahinter. Braucht das Team mehr Orientierung, dann klären Sie Ziele. Fehlt Sicherheit, dann schaffen Sie verlässliche Prozesse. Geht es um Einfluss, dann müssen Beteiligung und Entscheidungskompetenzen sauber geregelt werden.
Wie spreche ich Grüppchenbildung im Team konkret an?
Der schlechteste Einstieg lautet: „Sie bilden hier eine Clique.“ Damit greifen Sie Identität und Zugehörigkeit an. Die Folge ist Verteidigung. Menschen fühlen sich bewertet, bloßgestellt oder moralisch angeklagt.
Sprechen Sie stattdessen über beobachtbares Verhalten. Zum Beispiel: „Mir ist aufgefallen, dass Informationen aus der Projektbesprechung nicht bei allen angekommen sind. Das hat dazu geführt, dass zwei Kolleginnen mit veralteten Annahmen weitergearbeitet haben.“ So bleiben Sie bei Fakten, Wirkung und Ziel.
Dann stellen Sie eine Führungsfrage: „Wie stellen wir gemeinsam sicher, dass alle relevanten Personen künftig denselben Stand haben?“ Damit öffnen Sie den Raum für Verantwortung. Sie machen deutlich, dass es nicht um Sympathie geht, sondern um Zusammenarbeit.
Wie bleibe ich klar, ohne autoritär zu wirken?
Klarheit wirkt nur autoritär, wenn sie willkürlich erscheint. Wenn Sie nachvollziehbar begründen, worum es geht, wird Klarheit zur Entlastung. Sie schützen damit nicht Ihre Position, sondern die Arbeitsfähigkeit des Teams.
Benennen Sie deshalb den Zweck. Es geht um faire Information, belastbare Entscheidungen und gemeinsame Leistung. Es geht darum, dass niemand vom Zufall informeller Nähe abhängig ist. Es geht um ein Team, das auch unter Druck handlungsfähig bleibt.
Führen Sie solche Gespräche ruhig, direkt und ohne Dramatisierung. Keine Vorwürfe, keine Etiketten, keine langen Moralreden. Beschreiben Sie das Muster, erklären Sie die Wirkung und vereinbaren Sie konkrete Verhaltensänderungen.
Wann brauche ich Einzelgespräche und wann das ganze Team?
Wenn eine einzelne Person informell sehr stark führt, beginnen Sie oft besser im Einzelgespräch. Ziel ist nicht, diese Person kleinzumachen. Ziel ist, ihre Wirkung sichtbar zu machen und sie für das gemeinsame Ziel zu gewinnen.
Fragen Sie: „Welche Verantwortung sehen Sie selbst für die Stimmung und Zusammenarbeit im Team?“ Oder: „Wie können Sie Ihre Erfahrung so einbringen, dass neue Kolleginnen und Kollegen leichter Anschluss finden?“ Damit würdigen Sie Einfluss und koppeln ihn an Verantwortung.
Wenn das Muster mehrere betrifft, gehört es ins Team. Dann sprechen Sie über gemeinsame Regeln für Informationsfluss, Entscheidungswege und Zusammenarbeit. Wichtig ist, dass Sie das Gespräch nicht als Abrechnung inszenieren. Es ist ein Arbeitsgespräch über die Frage, wie das Team wirksamer wird.
Für strukturierte Gespräche mit einzelnen Mitarbeitenden finden Sie im Artikel Mitarbeitergespräch führen: Leitfaden für Führungskräfte zusätzliche Orientierung.
Wie nutze ich das CoWeWi-Prinzip gegen schädliche Grüppchenbildung?
Schädliche Grüppchenbildung entsteht oft dort, wo drei Dinge fehlen: gemeinsame Richtung, echtes Gesehenwerden und funktionierende Rahmenbedingungen. Genau hier setzt das CoWeWi-Prinzip an.
Commitment bedeutet: Das Team versteht, wozu es zusammenarbeitet. Wenn gemeinsame Ziele klar sind, verlieren informelle Lager an Bedeutung. Menschen orientieren sich stärker am gemeinsamen Auftrag als an kleinen Bündnissen.
Wertschätzung bedeutet: Jede Person wird mit ihren Stärken, Beiträgen und Bedürfnissen wahrgenommen. Wer sich gesehen fühlt, muss Zugehörigkeit weniger über exklusive Gruppen sichern. Gerade stille oder neue Mitarbeitende brauchen aktiv gestaltete Anschlussmöglichkeiten.
Wirksamkeit bedeutet: Sie schaffen Bedingungen, unter denen Menschen ihren Beitrag leisten können. Dazu gehören klare Prozesse, faire Beteiligung, verlässliche Kommunikation und Rollen, die Entscheidungen möglich machen. Dann wird Energie nicht in Nebenschauplätze investiert, sondern in Wertschöpfung.
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Was hat emotionale Bindung mit Cliquenbildung zu tun?
Teams mit geringer emotionaler Bindung suchen Halt oft in kleinen Gruppen. Das ist nachvollziehbar, aber riskant. Wenn Mitarbeitende sich stärker ihrer Clique verpflichtet fühlen als dem Teamziel, verliert Führung an Wirksamkeit.
Gallup weist für Deutschland im Engagement Index 2024 nur 9 Prozent emotional hoch gebundene Mitarbeitende aus (Quelle: Gallup Engagement Index Deutschland 2024). Das ist für Führungskräfte ein deutliches Signal. Bindung entsteht nicht durch Appelle, sondern durch erlebte Führung, Sinn, Vertrauen und Beteiligung.
Auch die direkte Cliquenfrage ist empirisch kein Randthema: 43 Prozent der Beschäftigten gaben in einer CareerBuilder-Befragung an, dass es in ihrem Büro Cliquen gibt, 13 Prozent sahen dadurch ihre Karriereentwicklung negativ beeinflusst (Quelle: CareerBuilder Survey 2013). Die Zahlen sind älter, beschreiben aber ein Muster, das in vielen Unternehmen unverändert sichtbar ist.
Wenn Sie Teamzusammenhalt gezielt stärken möchten, finden Sie im Beitrag Teamzusammenhalt stärken weitere konkrete Ansatzpunkte.
Wie handle ich, wenn Grüppchenbildung Entscheidungen blockiert?
Wenn informelle Gruppen Entscheidungen blockieren, brauchen Sie mehr als ein gutes Gespräch. Dann geht es um Führungsarchitektur. Wer entscheidet was? Wer wird beteiligt? Wer informiert wen? Welche Entscheidung ist verbindlich?
Viele Konflikte eskalieren, weil diese Fragen nie sauber geklärt wurden. Das Team diskutiert endlos, weil unklar ist, ob es um Beratung, Mitsprache oder Entscheidung geht. Informelle Gruppen nutzen diese Unklarheit und verschieben Macht in ihre Richtung.
Führen Sie deshalb Entscheidungsklarheit ein. Sagen Sie vor einem Thema, worum es geht: „Ich hole heute Einschätzungen ein, entscheide danach aber selbst.“ Oder: „Diese Entscheidung treffen wir gemeinsam nach den Kriterien A, B und C.“ Das reduziert Spielräume für verdeckte Machtspiele.
Wie gehe ich mit Widerstand aus einer informellen Gruppe um?
Widerstand ist nicht automatisch illoyal. Manchmal schützt eine Gruppe Erfahrungswissen, das Sie noch nicht sehen. Gerade wenn Sie ein neues Team übernehmen, lohnt es sich, zuerst zuzuhören und Muster zu verstehen. Hilfreich ist dazu auch der Artikel Neues Team übernehmen.
Trotzdem braucht Widerstand Grenzen. Wenn eine Gruppe Veränderungen sachlich kritisiert, ist das wertvoll. Wenn sie Gerüchte streut, andere unter Druck setzt oder Entscheidungen nachträglich unterläuft, müssen Sie eingreifen.
Bleiben Sie auch hier konkret. „In der Besprechung haben wir vereinbart, dass alle Kundendaten bis Freitag aktualisiert werden. Danach wurde im kleinen Kreis kommuniziert, dass diese Priorität übertrieben sei. Das führt zu Verzögerung und Unklarheit. Ich erwarte, dass vereinbarte Prioritäten offen angesprochen und danach verbindlich umgesetzt werden.“
Wann ist externe Begleitung sinnvoll?
Externe Begleitung ist sinnvoll, wenn Muster festgefahren sind, Führungswechsel wiederholt scheitern oder Konflikte über Jahre gewachsen sind. Besonders kritisch wird es, wenn eine informelle Führungsfigur faktisch mehr Einfluss hat als die offizielle Führung und das Unternehmen diese Dynamik lange toleriert hat.
Dann braucht es einen geschützten Blick von außen. Nicht, weil die Führungskraft versagt hat. Sondern weil Systeme ihre eigenen blinden Flecken selten allein erkennen.
Wenn Sie Ihre Situation vertraulich sortieren möchten, können Sie ein kostenfreies Erstgespräch vereinbaren. Dort lässt sich klären, ob es um Kommunikation, Rollen, Führungswechsel, Kultur oder tieferliegende Machtmuster geht.
Fazit: Grüppchenbildung im Team bewusst führen
Grüppchenbildung im Team verschwindet nicht durch Verbote. Sie gehört zu menschlicher Zusammenarbeit. Entscheidend ist, ob daraus tragfähige Beziehungen entstehen oder ob sich exklusive Machtzentren bilden.
Ihre Aufgabe als Führungskraft ist nicht, jede informelle Nähe zu kontrollieren. Ihre Aufgabe ist, das gemeinsame Ziel stärker zu machen als jedes Lager. Dafür brauchen Sie transparente Kommunikation, klare Entscheidungswege, echte Wertschätzung und konsequente Verbindlichkeit.
Gehen Sie als Nächstes so vor:
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- Beobachten Sie eine Woche lang konkrete Muster: Wer spricht mit wem, wer wird einbezogen, wer bleibt außen vor?
- Klären Sie, welches Problem tatsächlich entsteht: Informationsverlust, Ausschluss, Widerstand, Leistungsabfall oder Ihr eigenes Rollenempfinden?
- Schaffen Sie transparente Kommunikationswege, damit wichtige Informationen nicht informell gefiltert werden.
- Sprechen Sie kritische Muster anhand konkreter Beobachtungen an und vereinbaren Sie überprüfbare Verhaltensänderungen.
Wenn Sie Führung in Ihrem Unternehmen systematisch stärken möchten, finden Sie hier alle Informationen zum CoWeWi Mastery Programm.
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- Fördern Sie messbare Ergebnisse – mehr Engagement, niedrigerer Krankenstand und bessere Zusammenarbeit.
- Wachsen Sie als Führungskraft: Erweitern Sie Ihre Wirkung, gewinnen Sie Sicherheit und gestalten Sie aktiv Veränderung.
Häufige Fragen zu Grüppchenbildung im Team
Muss ich private Freundschaften im Team unterbinden?
Nein. Private Freundschaften sind kein Führungsproblem, solange sie Fairness, Zusammenarbeit und Informationsfluss nicht beeinträchtigen. Greifen Sie erst ein, wenn andere ausgeschlossen werden, Entscheidungen verzerrt werden oder Leistung darunter leidet.
Darf ich selbst Teil einer informellen Gruppe sein?
Als Führungskraft sollten Sie Nähe bewusst dosieren. Sie dürfen gute Beziehungen haben, müssen aber sichtbar fair bleiben. Wenn bestimmte Mitarbeitende regelmäßig früher informiert oder stärker einbezogen werden, entsteht schnell der Eindruck von Bevorzugung.
Wie gehe ich mit Mitarbeitenden um, die sich bewusst abgrenzen?
Suchen Sie zuerst das Gespräch und klären Sie die Funktion der Abgrenzung. Manche schützen sich vor Überlastung, andere fühlen sich nicht gesehen, wieder andere nutzen Abgrenzung als Machtmittel. Je nach Ursache brauchen Sie Unterstützung, Wertschätzung, klare Erwartungen oder Konsequenz.
Was mache ich, wenn neue Mitarbeitende keinen Anschluss finden?
Gestalten Sie Onboarding nicht nur fachlich, sondern sozial. Legen Sie feste Ansprechpersonen fest, schaffen Sie gemeinsame Arbeitsformate und achten Sie darauf, dass neue Mitarbeitende in Meetings aktiv eingebunden werden. Anschluss entsteht selten automatisch, wenn ein Team bereits feste Gruppen gebildet hat.
Wie verhindere ich Grüppchenbildung in hybriden Teams?
Hybride Teams brauchen besonders klare Kommunikationsregeln. Alles Relevante gehört in gemeinsame Kanäle, nicht in zufällige Bürogespräche. Sonst entsteht schnell eine Nähegruppe vor Ort und eine entfernte Gruppe im Homeoffice.


